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20. Juni 2016 1 20 /06 /Juni /2016 04:54
Published by artemisia - in Kunst-Kultur
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1. Juni 2016 3 01 /06 /Juni /2016 09:16
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering IV
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering IV
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering IV
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering IV
31. Mai 2016 2 31 /05 /Mai /2016 09:31
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering III
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering III
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering III
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering III
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering III
30. Mai 2016 1 30 /05 /Mai /2016 06:53
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering II
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering II
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering II
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering II
30. Mai 2016 1 30 /05 /Mai /2016 04:44
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering I
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering I
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering I
Kinderhilfe Senegal 25-Jahrfeier in Kottgeisering I
22. März 2016 2 22 /03 /März /2016 15:39

Das nächste Ziel war Budapest in Ungarn. Auch dort mussten wir bei Nacht einen sehr weiten Weg 10 Stunden zu Fuß gehen.In Budapest angekommen kam es für uns zu einem großen Unglück. Wir wurden durch die ungarische Polizei von unseren Freunden getrennt. Die Polizei war hart und ohne Erbarmen. Sie haben es nicht zugelassen, dass wir gemeinsam weiter mit unseren Freunden gehen konnten. Wir waren über alle Maßen traurig. Aber wir hatten keine Wahl.

Ich war von all dem so erschöpft, dass ich einen ganzen Tag und eine ganze Nacht geschlafen habe. Der ganze Trubel um mich herum war egal, ich konnte einfach nicht mehr.

Mein Vater weckte mich dann irgendwann und sagte: "Wir müssen weiter!". Nun ging es ohne unsere Freunde weiter mit dem Zug nach Wien in Österreich. Nach einem Tag Aufenthalt in Wien sind wir mit dem Zug nach München gebracht worden. Endlich waren wir in Deutschland. Hier konnten wir bleiben. In all den vielen anderen Ländern wollte uns niemand haben. Wir mussten weiter, immer weiter...

Von München sind wir nach Hamburg gebracht worden. In Hamburg waren wir 13 Tage. In dieser Zeit wurden wir von der Polizei registriert und aufgenommen. Erstmals kümmerten sich Ärzte um uns. Unsere Endstation war dann in Göttingen das Aufnahmelager Friedland. Dort mussten wir noch 2 Monate warten, bis wir jetzt endlich in einem Ort im Landkreis Hannover untergekommen sind. Wir wohnen in einer Wohnung bei einem sehr netten Vermieter.

Ich muss sagen, auf meinem sehr langen Fluchtweg habe ich wirklich nur nette und freundliche Menschen in Österreich und Deutschland getroffen. Diesen Menschen möchte ich von ganzem Herzen danken und sagen, dass ich glücklich bin, hier sein zu dürfen.

Euer Mansour

22. März 2016 2 22 /03 /März /2016 14:59

Beim ersten Versuch das Wasser zu überqueren schoss uns die griechische Polizei mit Harpunen in das Schlauchboot. Wir mussten schnell umkehren. Die Löcher im Boot haben wir mit unseren Händen zugehalten. Das Boot drohte unterzugehen. Wir waren ständig in Todesangst. Das Geschrei der Menschen und besonders der Kinder kann ich bis heute nicht vergessen.

Auch bei unserem zweiten Versuch hat die griechische Polizei unser Boot so attackiert, dass es zu kentern drohte. Dieses Mal riskierten wir die Überfahrt in der Nacht. Sie warfen riesige Steine auf das Boot. Das Boot bekam ein Riesenloch. Es war so kaputt, dass wir nicht glauben konnten, es wieder zurück an Land zu schaffen. Wie durch ein Wunder ist es aber doch geglückt.

Mit dem nächsten Versuch wollten wir nicht wieder so lange warten. Da es keine Aussicht auf ein neues Boot gab, haben wir das kaputte Boot repariert. Natürlich fehlte uns jedes Werkzeug. Mit normaler Nähnadel und Faden, Klebstoff und einem Tacker haben wir das große Loch dann so gut es ging, aber sehr primitiv, wie man sich ja vorstellen kann, geflickt.

Mit diesem notdürftig reparierten Boot haben wir diesmal am Tage noch einmal die Überfahrt angetreten. Aber wir kamen nicht weit. Die aus Holz gefertigte Bodenplatte des Bootes hatte das alles nicht ausgehalten und zerbrach in der Mitte. Das Boot klappte wie ein Sandwich zusammen. Ich weiß heute nicht mehr wie es uns gelang, wieder zurück an Land zu kommen.

Für den vierten Versuch über das Wasser zu kommen, haben wir dann vom Schleuser ein neues Boot gefordert und auch erhalten. Dieses Boot war dann zwar ständig voll Wasser, aber wir haben die Überfahrt zu der kleinen griechischen Insel Mitilini glücklicherweise geschafft.

Von Mitilini aus sind wir 16 Stunden am Stück zu Fuß zu einem Camp gelaufen. Dort habe ich dann einen Tag nur geschlafen.

Vom Camp aus wurden wir mit einer großen Fähre in 9 Stunden nach Athen gebracht. Hier sind wir 3 Tage geblieben. Danach ging es weiter, zu Fuß, mit dem Bus, mit der Eisenbahn. Mazedonien war das Ziel. Dort hatten wir einen Tag Aufenthalt. Dann ging es weiter nach Belgrad in Serbien. In Belgrad lebten wir einen Tag und eine Nacht im Freien in einem Park. An einer Busstation haben wir übernachtet.

Fortsetzung folgt

22. März 2016 2 22 /03 /März /2016 14:03

Nachdem meine Eltern sich gemeinsam mit ihren besten Freunden, die sie in der Not im Iran kennengelernt haben, dann zur Flucht entschlossen hatten, sind wir eines Tages im Mai an die iranisch-türkische Grenze in den Ort Maku gegangen. Ein Schlepper hat uns für viel Geld dorthin geführt. Von Maku aus sind wir zu Fuß über die Grenze nach Van in die Türkei gelaufen.

Ein anderer Schlepper sollte uns dann von Van bis nach Ankara bringen. Wir mussten diese vielen Schlepper bezahlen, damit wir den bestmöglichen Weg fanden, um unentdeckt über die Grenze und durch das Land zu kommen. Natürlich führten diese Wege meist durch schwer begehbares Gelände. Je schlechter die Strecke, desto sicherer war es. Es war sehr kalt und wir hatten kein Wasser. Ich glaube, wir sind drei Tage gelaufen.

In Ankara bekamen wir vom Schlepper provisorische Ausweispapiere, mit denen wir dann bis zu einer Freundesfamilie nach Zangoldak kamen. Zangoldak ist ein kleines Dorf am Schwarzen Meer. Sie haben uns 14 Tage untergebracht und viel Unterstützung gegeben.

Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, ging die Flucht weiter.Wir brauchten wieder einen Schlepper, der uns nach Istanbul bringen und für die Überfahrt nach Griechenland sorgen sollte. In Istanbul haben wir lange auf den Schlepper gewartet. Ich glaube es waren 6 Tage. Die Wartezeiten bedeuteten immer, dass wir in irgendwelchen Camps oft ohne Toiletten oder sauberes Wasser, manchmal auch mit wenig zum Essen und mit vielen anderen Leuten leben mussten.

Aber dann endlich ging es los.

Fortsetzung folgt

22. März 2016 2 22 /03 /März /2016 12:48

Mein Name ist Mansour, ich bin 14 Jahre alt und komme aus Afghanistan. Von Mai bis Oktober letzten Jahres war ich auf der Flucht von Afghanistan nach Deutschland zusammen mit meinen Eltern und meinen beiden kleinen Brüdern. Im Oktober 2015 habe ich endlich ein Zuhause gefunden im Landkreis Hannover in Niedersachsen.

Meine Flucht dauerte 5 Monate. Nirgendwo wollte man uns aufnehmen, bis wir endlich in Deutschland die Möglichkeit bekamen, bleiben zu dürfen.

Meine Familie musste schon einmal vor den Taliban aus Afghanistan fliehen. Die Taliban haben meine Eltern überfallen, angeschossen und ihnen alles genommen, was sie hatten. Aber damals war ich noch nicht geboren, bzw. so klein, dass ich mich nicht erinnern kann.

So kam es dann, dass wir in den Iran geflohen sind und dort gewohnt haben. Im Iran war das Leben ok, aber wir hatten große Angst, entdeckt zu werden. Wenn wir aufgeflogen wären, dann hätten wir zurück nach Afghanistan gemusst. Man hätte uns die Pässe weggenommen und wir wären ohne Rechte und Identität gewesen. In Deutschland sagt man dazu wohl "vogelfrei".

Auf die Dauer war das so kein Leben. Ausländer, besonders Afghanen zählten im Iran nichts, aber für Geld konnte man doch alles kaufen. Meine Eltern mussten für mich und meinen Bruder viel Geld für die Schule zahlen. Die Schule dort ist mit der Schule hier in Deutschland nicht vergleichbar. Für viel Geld gab es immer nur das "Übriggebliebene" für uns Fremde. Auch arbeiten durften wir nicht und überall lauerte die Gefahr, entdeckt und zurückgeschickt zu werden. Wir konnten hier nicht länger bleiben.

Fortsetzung folgt

15. März 2016 2 15 /03 /März /2016 16:44
Kunst in der Mühle - Töne - Andreas Sieveking
Kunst in der Mühle - Töne - Andreas Sieveking
Kunst in der Mühle - Töne - Andreas Sieveking
im Vordergrund das Objekt "Gospelchor" von Rainer Ern

im Vordergrund das Objekt "Gospelchor" von Rainer Ern

Published by artemisia - in Kunst-Kultur
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